„Es war eine Phase des Überlebens, die wir nachts beendet haben. Nach den Reifenschäden mussten wir Kraftstoff sparen, aber wir sind im Rennen, verbessern uns und kommen voran.“

Der Tag war im Kalender des Pons Rallysport-Teams rot markiert, denn es war ihre erste Marathon-Etappe mit nur zwei Stunden Servicezeit nach der Wertungsprüfung, bevor die Fahrzeuge bis zum nächsten Tag im Parc fermé abgestellt wurden. Pons und Betriu meisterten die Herausforderung souverän und hätten sogar eine bessere Platzierung erreichen können, wenn sie nicht im ersten Drittel der Wertungsprüfung zwei Reifenschäden erlitten hätten.
„Wir hatten bei Kilometer 70 und dann nochmal bei Kilometer 120 jeweils einen Platten. Da wir keine Ersatzreifen mehr hatten, mussten wir bis zum Schluss sehr vorsichtig fahren“, erklärt der Fahrer aus Lleida. „Es war wirklich Pech, denn die Platten kamen, ohne dass wir richtig Gas gegeben hätten.“fügt er hinzu.Zu den positiven Aspekten zählt die Geschicklichkeit, mit der diejenigen von Pons Rallysport Sie bewältigten die Dünenabschnitte in der zweiten Hälfte der Sonderprüfung.
„Es waren weiche, große und komplizierte Dünen, und wir haben dort eine sehr gute Arbeit geleistet, denn wir sind an keiner Stelle stecken geblieben und konnten etwas Zeit gutmachen.“„Härte ist also wieder einmal zum bestimmenden Thema geworden…“, sagt Pons. Für Pons war es die erste Dakar als Fahrer, für Betriu die erste als Beifahrer.
Das Team aus Lleida musste die letzten 25 Kilometer der Sonderprüfung nachts absolvieren und nutzte die anschließende zweistündige Hilfeleistung, um ein gebrochenes Hinterradaufhängungsdreieck auszutauschen.
„Es war eine Überlebensphase, die wir nachts beendet haben. Wichtig ist, dass wir noch im Rennen sind, uns verbessern und vorankommen. Hoffen wir, dass uns das Glück weiterhin hold bleibt, auch wenn wir es heute mit den Reifenschäden nicht hatten.“ behauptet der erfahrene Pons.
Am kommenden Dienstag findet der zweite Teil der Marathonetappe zwischen Al Salamiya und Al-Hofuf statt. Die Strecke umfasst 698 Kilometer, davon sind 299 Kilometer gewertet. Die Tagesetappe bietet ein abwechslungsreiches Terrain mit vorwiegend schnellen und steinigen Abschnitten sowie Dünen im letzten Teil.